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Die Zukunft von Low-Code in Großunternehmen

Bart Tolen
Bart Tolen

Mendix

Auf der Mendix World 2.0 wurde ein Interview gezeigt, in dem Sheryl Koenigsberg mit Gordon van Huizen über die Zukunft von Low Code in Großunternehmen spricht. Dieses Video verweist bereits auf viele der Themen, die bei der Keynote angesprochen wurden.
Die Themenweite des Interviews reicht von der Frage, warum Low Code gerade boomt, bis hin zu Beispielen der Einsatzgebiete und der Erweiterungen von Low Code. Die kommenden Features werden hierbei in einen greifbaren Zusammenhang gebracht.

Nachfolgend habe ich die für mich wichtigsten Punkte des Interviews zusammengefasst:

Low Code ist die Zukunft der App Entwicklung und es ist allerhöchste Zeit zu digitalisieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Gerade während dieser Pandemie ist Low Code eine der Schlüsseltechnologien um neue Wege der Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Kollegen zu finden. Low Code erlaubt es zu experimentieren und schnell Lösungen zu erarbeiten.

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Low Code wurde zunächst auf Abteilungsebene eingesetzt, jedoch sehen wir nun einen Shift zu Innovation und zum Experimentieren, sowie eine „Evolution“ in Unternehmen, bei der unter anderem Themen wie Legacy-Migration auf der Tagesordnung stehen.

Low Code folgt dem Trend wie Menschen mit Systemen interagieren – vom Desktop-Rechner, über den Laptop und mobilen Endgeräten, bis hin zu neuen Formen von Interaktion:

  • Conversational
  • Voice
  • Augmented reality
  • Wearable devices 

All dies wird als Multi-Experience unterstützt. Es sind nicht bloß zusätzliche Kanäle, sondern Benutzer die simultan über Kanäle kommunizieren, die hin und her wechseln und das mit einem Backend das immer für sie da ist und die Dinge für sie übernimmt. Das alles erfordert einen neuen Weg der Nutzererfahrung.

Die Kernprinzipien von Low Code sind

  • Abstraktion, z. B. durch visuelles modellieren. und
  • Automatisierung, eine neue Schicht mit asynchronen Workflows und natürlich neue Algorithmen mit KI

Welche neuen Domänen gehen sie mit Low Code an? Was wird ein “Maker” benötigen, um vorwärts zu kommen? Wir schauen uns einige Aspekte der Enterprise IT an:

  • Daten sind immer weniger ein Bestandteil der App. Was erleichtert die Suche und Nutzbarkeit von Daten.
  • Workflows oder Prozessautomatisierung bilden die Verbindung zu Multi-Experience und zu einer neuen „High-Level“Abstraktion um direkt mit dem Buisness zu sprechen.
  • AI hilft uns mit kognitiven Services, der Verarbeitung von natürlicher Sprache, intelligentem OCR und vielem, vielem mehr.

Geht es um die Low Code Entwickler, so beseitigt Mendix all die Details, um die sie sich nicht kümmern müssen. Wir sehen, dass sie die Dinge nicht mehr von Grund auf entwickeln, sondern dass sie stattdessen ausgefeilte Lösungen aus Bausteinen zusammensetzen. Diese Bausteine stellen nicht nur Widgets, Module oder Schnittstellen dar, sondern ein vollständiges Set von Features, genannt App-Services. Diese sind eben dann sehr wertvoll, wenn sie mit einer spezifischen Domain in Zusammenhang gesetzt werden und sogar noch wertvoller, wenn mehrere App-Services zu einem Template zusammengesetzt werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass App-Services und Templates weiterhin an spezifische Domains, Benutzerbedarfe, sowie kommende, neue Technologien, anpassbar und erweiterbar sind.

Konkrete Beispiele, von granularen App-Services bis zu weitreichenden Templates:

  • 3D-Visualisierung
  • Verarbeitung natürlicher Sprache
  • Dokumentenverarbeitung. Analyse, Anwendung der Verarbeitung natürlicher Sprache, Nutzung von Workflow um zu bestimmen wo es weiter gehen soll, Mensch oder Maschine.
  • Ein Product-Lifecycle-Management System, welches in Q3 2020 auf den Markt kommt 1).

Ist dies eine enorme Investition für Mendix und hat Mendix all die Domänen- und technologische Expertise, die dafür notwendig ist?

  • Kein Plattformhersteller wird je alle Domänen und Technologie abdecken
  • Mendix erschafft ein Ökosystem. Beteiligte können App-Services und Templates in einem „Marketplace“ anbieten.

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Anmerkung
1) Mansystems/Flowfabric arbeitet zurzeit in enger Kooperation mit Siemens an einer PLM-Lösung. Es wird das erste, von einem Partner für Mendix Industry Solutions entwickelte Produkt-Template im „Marketplace“ sein. Gordon hatte im Interview kein Beispiel für Produkt-Templates gegeben, weswegen ich eines hinzugefügt habe das ich gut kenne.

Bart Tolen

Bart Tolen

Bart Tolen has a master of engineering in applied physics and has worked with Mendix since 2010. He is a Mendix MVP, Solution Architect, and specialized in performance. Bart is the thought leader and designer of Mendix APD.

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